Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Wählerinnen und Wähler,
wir sind gefragt worden, was es mit der zweiten "sozial demokratischen" Liste auf den Wahlscheinen zu den Gremienwahlen an der FernUni auf sich hat. Bei dieser Liste handelt es sich um keine sozialdemokratische Liste!
Ihr ist von der Bundesgeschäftsführung untersagt worden, die Wörter "sozialdemokratisch" und "SPD" sowie das SPD-Logo, den SPD-Würfel und die Juso-Rose zu verwenden. Die Bundesgeschäftsführung kann jedoch mangels Namensrechten nicht verbieten, dass sich diese Liste sozial Leertaste demokratisch nennt.

Bildungsherberge - Tagungsort von SP und AStA
Die Wahlordnung für die Wahlen zu den Hochschulgremien sieht im Gegensatz zur Wahlordnung der Studierendenschaft keine Regelung bei irreführender Namensgebung von Wahllisten vor. Der Wahlausschuss der Studierendenschaft hat die o.a. Listenbezeichnung als irreführend eingestuft, die Liste hat innerhalb der gesetzten Frist keine neue Listenbezeichnung eingereicht, daher erscheint sie auf den Wahlzetteln zu den Wahlen der Studierendenschaft als N.N.
Der Wahlausschuss der Studierendenschaft hat auch den eingereichten Wahlrohrbeitrag zurückgewiesen, da dort das Wort sozialdemokratisch zusammengeschrieben darin vorkam.
Die Wahlleitung der FernUni hat den Listennamen jedoch nicht beanstandet.
Uns bleibt aktuell nichts anderes übrig, als die Sitzung des Wahlausschusses zu den Wahlen der Hochschulgremien abzuwarten und dann gegen die Feststellung des Wahlergebnisse vorzugehen und auf Ungültigkeit der Wahlen zu plädieren.
Bitte macht in eurem Umfeld auf diese Sachlage aufmerksam.
Und hier beginnt jetzt unser eigentlicher Starttext:
Wir sind Mitglied im Landesverband der Juso-Hochschulgruppen NRW und im Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen und nehmen regelmäßig an den Bundeskoordinationstreffen der Juso-Hochschulgruppen teil. Wir haben die Namensergänzung "GsF" gewählt, um an der FernUni eingeschriebenen Genossinnen und Genossen, die das Juso-Alter überschritten haben, und das sind an der FernUni viele, zu signalisieren, dass sie bei uns mitmachen und sich an uns werden können. Ebenso sind uns Nicht-Parteimitglieder, die unsere Ziele teilen, herzlich willkommen.
Zur Organisation der Juso-Hochschulgruppen im Allgemeinen:
Die Juso-Hochschulgruppen sind der Studierendenverband der Jusos und der SPD. Bundesweit gibt es mehr als 80 aktive Gruppen, davon 14 allein in Nordrhein-Westfalen. Wir arbeiten in den örtlichen Studierendenvertretungen mit und vertreten die Studierenden in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung. Mit dem Anspruch, die SPD zu bewegen, machen wir uns nicht nur für bildungs-, sozial- und wissenschaftspolitische Verbesserungen stark, sondern entwickeln auch in vielen anderen politischen Fragen eigene Positionen.
Die Juso-Hochschulgruppen sind für alle offen, die an einer zukunftsgewandten und emanzipatorischen Politik an den Hochschulen interessiert sind. Egal ob mit oder ohne SPD-Parteibuch, alt oder jung, jedeR Interessierte kann mitarbeiten.
Die Juso-Hochschulgruppe der FernUniversität in Hagen umfasst mittlerweile über 80 Mitglieder im Alter von Anfang 20 bis über 70, wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Genossinnen und Genossen und der SPD nahe stehende Kommilitoninnen und Kommilitonen zum Mitmachen entscheiden könnten. Wir haben Kontakte zur SPD-Landtagsfraktion NRW aufgebaut und bringen dort die studentischen Interessen der FernUniversität ein.
Unsere inhaltlichen Schwerpunkte an der FernUniversität in Hagen sind:
Wir setzen uns ein für Chancengleichheit im Bildungssystem!
Dazu gehört für uns ein Verbot von Studiengebühren in jeglicher Form - also auch von Studienkonten und Bildungsgutscheinen. Wir begrüßen daher die Abschaffung der Studiengebühren durch die rotgrüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus geht es uns um eine elternunabhängige Ausbildungsförderung. Wir begrüßen die erweiterten Zugangsmöglichkeiten zum Studium ohne Abitur, bedauern aber, dass die Fachhochschulreife nicht mehr zum Beginn eines Probestudiums berechtigt. Dies werden wir in einem der nächsten Treffen des Arbeitskreises Wissenschaft der SPD-Landtagsfraktion zur Sprache bringen. Auch der Bau und der Erhalt der Bildungsherberge in Hagen war und ist ein Kind der GsF-Juso-HSG, um Studierenden bei einem Aufenthalt in Hagen kostengünstige Uebernachtungsmöglichkeiten zu bieten. Im Senat der FernUni haben wir gegen die neue Gebührensatzung gestimmt, die vielfältige Ermäßigungsgründe nicht vorsieht und werden zur nächsten Senatssitzung über einen Änderungsantrag versuchen, Gebührenermäßigungen für Bezieherinnen und Bezieher geringer Einkünfte zu erreichen.Mehr Demokratie wagen!
Diese Forderung Willy Brandts aus dem Jahr 1969 gilt immer noch nicht in ausreichendem Maß an den Hochschulen. Daher fordern wir neben dem Erhalt der verfassten Studierendenschaft auch den weiteren Ausbau demokratischer studentischer Mitbestimmung. 2 Stimmen in den Fakultätsräten, 3 Stimmen im Senat und keine Stimme im Hochschulrat ermöglichen keine ausreichende studentische Mitbestimmung.Für eine qualitativ gute Studienreform und ein breites Fächerangebot an der FernUni!
Wir halten Studienreformen, die sich vor allem an den Bedürfnissen des Marktes und der Wirtschaft orientieren, für unzureichend. Der Staat und die Gesellschaft haben ein Interesse an vielfältig ausgebildeten Bürgerinnen und Bürgern. Dennoch muss sich das Studium verändern: eine internationale Zusammenarbeit und internationale Anerkennung von Leistungsnachweisen und Studienabschlüssen sind gut und richtig. Die Frage ist also nicht Studienreform: ja oder nein, sondern wie. Bologna ist gut gemeint, aber miserabel umgesetzt. Wir werden uns weiterhin gegen die Streichung nicht ausreichend nachgefragter Studiengänge und gegen einen NC beim Uebergang vom Bachelor zum Master einsetzen, da sich der Bachelor nicht als berufsqualifizierender Abschluss durchsetzen konnte. Leider werden an der FernUni in letzter Zeit zunehmend Studiengänge eingestellt, angeblich wegen nicht ausreichender Nachfrage. Unser Kampf dagegen ist leider ziemlich erfolglos, wir nehmen aber keine Einstellung widerstandslos hin.Datenschutz beim E-Learning gewährleisten!
In der Hochschulpolitik an der FernUni engagieren wir uns für den Datenschutz bei der Anwendung der Lernplattform „moodle“. Eine vom AStA in Auftrag gegebene Untersuchung hat gezeigt, dass der Datenschutz nur unzureichend gewährleistet ist. Weiteres hierzu findet ihr unter www.fernstudis.deGeschlechterdemokratie leben!
Auf Initiative der GsF-Juso-HSG im AStA wurden StudierendenvertreterInnen zum Thema Gender Budgeting geschult. Der Arbeitsausschuss des Studierendenparlaments befasst sich nun dauerhaft mit der Prüfung von Haushaltsansätzen und Kosten unter Berücksichtigung deren Auswirkungen auf die Geschlechter.Den studentischen Nachwuchs fördern!
Die GsF-Juso-HSG im AStA hat sich für ein hochschulpolitisches Seminar stark gemacht, dass im Mai 2011 in der Bildungsherberge stattgefunden hat. Die Resonanz war positiv, wir werden uns für eine Wiederholung einsetzen. Denn je mehr Studierende sich in der Studierendenvertretung engagieren, desto besser kann die Arbeit auf einzelne verteilt und erledigt werden.Für einen Beitritt der Studierendenschaft der FernUni zum fzs!
Wir sind für eine breite Vernetzung der Studierendenschaften. Joana Kleindienst vernetzt die Studierendenschaft der FernUni international im Rahmen ihrer Tätigkeit als AStA-Referentin für Internationales als vice chairwoman bei dem EADTU Student Council in wissenschaftlichen Fachfragen, wir halten eine bundesweite Vernetzung in hochschulpolitischen Fragen ebenfalls für wichtig. Wenn jede Studierendenschaft einer Hochschule alleine ihre Interessen vertritt, erreicht sie nicht viel. Bislang scheitert ein Beitritt zum fzs leider an unserem Koalitionspartner RCDS.
Haben wir Dein Interesse geweckt?
Falls Du bei uns mitmachen möchtest, verwende bitte das Kontaktformular oder wende ich Dich an unsere Studierendenvertreterinnen und -vertreter, deren E-Mail-Adressen Du in jedem Sprachrohr und auf www.fernstudis.de findest.
